Eigenbluttherapie (PRP – Therapie)

Was ist eine Eigenbluttherapie? Den Körper selbst heilen!

Stärkung durch eigenes Blut: Die Eigenbluttherapie stammt eigentlich aus der alternativen Medizin. Bereits in den 1960er Jahren wurde versucht Wundinfekte mit autologem Eigenblut zu behandeln. In der Orthopädie gewinnt die Eigenbluttherapie immer mehr an Bedeutung. Die Eigenbluttherapie macht sich die natürlichen körpereigenen Mechanismen zur Heilung und Regeneration von verletztem Gewebe zu nutzen.

Anwendungsgebiete in der Orthopädie sind:

"Wir haben ein einzigartiges System in unserer Praxis, zur Nutzung der körpereigenen Regenerationsprozesse. PRP lässt sich ideal für eine differenzierte und personalisierte Behandlung von zahlreichen Indikationen nutzen. Somit können wir ganz gezielt auf Ihre individuellen Therapiebedürfnisse eingehen"
Dr. Philipp Vorauer
Orthopäde & Unfallchirurg

Überblick und Vorteile der Eigenbluttherapie:

  • Ort der Behandlung: Interventionsraum – Praxis Dr. Vorauer in München Bogenhausen & Grünwald.
  • Dauer der Behandlung: 30 – 60 Minuten
  • Dauer des Aufenthaltes: 60 Minuten
  • Anzahl Behandlungen: 3 – 5 Sitzungen
  • Schmerzen: geringe Schmerzen (Blutabnahme, Punktion, Injektion)
  • Nachbehandlung: Physiotherapie falls erforderlich
  • Ausfallzeit: keine – Sport sofort möglich
  • Gut verträgliche Therapie: Wir spritzen körpereigene Substanzen – Allergien sind damit ausgeschlossen.
  • Praktisch nebenwirkungsfrei: Da es sich um Eigenblut ohne Zusatzstoffe handelt, treten fast nie Komplikationen auf
  • Kontraindikationen: Schwangerschaft und Stillzeit, bestimmte Grunderkrankungen, Hautkrankheiten,Infektionen oder Autoimmunkrankheiten

Durch das einzigartige System können wir in unserer Praxis festlegen, ob eine Leukozytenarme oder Leukozytenreiche PRP Variante für die Behandlung empfohlen ist. Zusätzlich treffen wir die Entscheidung, ob das PRP konzentriert oder nicht konzentriert zum Einsatz kommt. Ziel sollte stets sein, die komplette Thrombozyten-Fraktion an den Defekt zu bringen. Somit kann die Defektgröße ausschlaggebend sein, ob ein Konzentrat verwendet wird, um das Regenerationspotenzial möglichst aller in der Blutprobe enthaltenen Thrombozyten zu nutzen.

Was bringt Eigenbluttherapie bei Arthrose?

– Plättchenreiches Plasma (PRP) ist bei leichten bis mittelschweren Arthrosen der Grade I bis III sinnvoll.

Die Behandlung der Arthrose mit körpereigenen plättchenreichen Plasma wird in unserer Praxis durchgeführt und führt zu überzeugenden Ergebnissen. Vor allem bei entzündliche aktivierten Gelenkabnutzungen (= Arthrose), die mit einer Schwellung einhergehen zeigen sich sehr gute Ergebnisse.

– Die Eigenbluttherapie bei Arthrose soll die Schmerzen im Gelenk lindern und die Beweglichkeit des Gelenks wiederherstellen. Das für sie maßgeschneiderte plättchenreiche Plasma wird vom Patienten gewonnen und vom Arzt direkt in das betroffene Gelenk gespritzt. Es soll die Knorpelregeneration angeregt werden. In der Regel sind 3-5 Anwendungen nötig, damit sich eine Wirkung entfalten kann.

– Die Eigenbluttherapie wird sehr oft dann eingesetzt, wenn Knorpel aufbauende Präparate, wie zum Beispiel Hyaluronsäure nicht wirken. Bei Arthrosepatienten die keine Cortison Spritzen möchten ist PRP eine Alternative.

– Anders als körperfremde Medikamente hat das Eigenblut, da körpereigenes Material, keine Nebenwirkungen.

– In vielen Fällen ist plättchenreiches Plasma eine Alternative zur Operation und kann einen chirurgischen Eingriff sogar verhindern.

– Der Therapieansatz ist natürlich nicht auf die Orthopädie und Sportmedizin beschränkt, jedoch ist er am Bewegungsapparat besonders gut dokumentiert. PRPs haben sich hier als ernstzunehmende Alternative in der Therapie von Sportverletzungen und Überbelastungsschäden am Bandapparat etabliert.

"In vielen Fällen ist plättchenreiches Plasma eine Alternative zur Operation und kann einen chirurgischen Eingriff sogar verhindern."
Dr. Philipp Vorauer
Orthopäde & Unfallchirurg

PRP steht für „Platelet Rich Plamsa“ also plättchenreiches Plasma zu deutsch.

PRP wird aus dem Eigenblut der Patienten gewonnen – daher stammt der Name Eigenbluttherapie. PRP besteht aus Blutplasma also Thrombzyten, aus dem rote und weisse Blutkörperchen zu einem großen Teil herausgefiltert werden. PRP macht sich die natürlichen körpereigenen Mechanismen zur Regeneration und Heilung von verletztem Gewebe zunutze. Entsteht eine Verletzung im Körper, reagiert dieser mit einer komplexen Heilungskaskade, um die Wunde schnellstmöglich zu heilen.

Histologisch kann man im Blut drei Zelltypen unterscheiden: Erythrozyten, zuständig für den Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid, Leukozyten, welche sich in verschiedene Arten gliedern und die Immunabwehr regulieren sowie Thrombozyten, auch Blutplättchen genannt. Thrombozyten sind zuständig für die Hämostase (=Stillstand einer Blutung) und bilden zudem die Grundlage für die erste Phase der Wundheilung. In dieser Phase aggregieren die Blutplättchen und formen den Gerinnungsthrombus („Clot“). Zudem werden durch Degranulation von Thrombozyten Wachstumsfaktoren freigesetzt.

· Anziehung undifferenzierter Stammzellen und Auslösung von Zellteilungsprozessen

· Unterdrückung der Zytokin-Freisetzung, wodurch Entzündungsreaktionen reduziert werden

· Anziehung von Makrophagen zur Verbesserung von Gewebeheilung und Regeneration

· Förderung von Kapillarwachstum und Beschleunigung von Epithelisation Leukozyten bilden verschiedene Zytokine, Interleukine genannt. Diese vermitteln die Kommunikation zwischen den Leukozyten und spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Hier setzen autologe Zelltherapien an: Aus dem Vollblut des Patienten werden die Zellen, Zytokine oder Wachstumsfaktoren separiert und konzentriert, welche für die Ausgangsdiagnose die beste therapeutische Wirkung haben. Sie werden an die Stelle des Defekts gebracht und unterstützen dort auf natürliche Weise den körpereigenen Regernationsmechanismus

KEYFACTS

Ein System für eine Vielzahl verschiedener autologer Zelltherapien. Es unterstützt den Körper auf rein natürliche Weise bei der Heilung von verletztem Gewebe.

orthopädischen Praxen in München an.

Es wird eine kleine Menge Blut aus dem Arm abgenommen. Das abgenommene Blut wird ein immer geschlossenes System zentrifugiert. Danach wird das PRP nach Anwendungsbereich mit einer feinen Nadel in das Gewebe oder das Gelenk infiltriert.

Man darf nicht davon ausgehen, dass unmittelbar nach der Behandlung ein sofortiger positiver Effekt eintritt. Die Eigenbluttherapie setzt einen biologischen Vorgang in Gang und es kann teilweise mehrere Wochen bis Monate dauern, bis eine positive Wirkung eintritt. Die Eigenbluttherapie regt eine Langfristige Regeneration des betroffenen Gewebes an und hemmt Entzündungen. In der Regel sollte man von 3-5 Anwendungen ausgehen. Je nach Anwendungsgebiet und der Ausgangssituation kann die Anzahl der Behandlungen sehr unterschiedlich ausfallen.

Den individuellen Behandlungsplan besprechen wir sehr gerne ausführlich mit Ihnen.

Häufige Fragen der Patienten an Dr. Philipp Vorauer

zur Eigenbluttherapie:

Die Eigenbluttherapie gehört nicht zu den regulären Krankenkassenleistungen. Es gibt aber einige Krankenversicherungen, die die Kosten dafür bezuschussen.

Die Kosten für die klassische Eigenbluttherapie richten sich nach Ihrem individuellem Befund und wird mit Ihnen persönlich bei einem Beratungsgespräch besprochen.

Für die optimale Wirkung sind mehrere (3-5) Therapiesitzungen in einem Abstand von jeweils ca. 1 Woche notwendig.